WhatsApp gehört zu Meta. Deine Metadaten, dein Standort, dein Online-Status — alles wandert in den Konzern und füttert Werbung auf Instagram und Facebook. Signal macht nichts davon. Hier zeigen wir dir, warum — und wie der Umstieg in 5 Minuten läuft.
WhatsApp gehört zu Meta — dem Konzern hinter Facebook und Instagram. Das hat Konsequenzen, die vor allem junge Nutzer:innen betreffen.
WhatsApp weiß, wann du mit wem wie oft schreibst, wo du bist, welches Gerät du nutzt und wann du online bist. Diese Metadaten fließen an Meta und füttern die Werbung — selbst dann, wenn die Nachrichten verschlüsselt sind.
Deine Daten laufen über Server in den USA. Dort gelten andere Datenschutzgesetze. US-Behörden können unter bestimmten Umständen darauf zugreifen — ohne dass du es erfährst.
WhatsApp lädt dein gesamtes Adressbuch hoch — auch Nummern von Menschen, die selbst gar kein WhatsApp nutzen und nie zugestimmt haben. Datenschutzrechtlich hochproblematisch.
Meta baut aus deinem Verhalten ein detailliertes Profil. Das nutzt Instagram und Facebook, um dir gezielt Werbung zu zeigen — abgestimmt auf Alter, Interessen und Sozialverhalten.
Chat-Backups in Google Drive oder iCloud sind standardmäßig unverschlüsselt. Wer Zugriff auf das Cloud-Konto hat, kann alle Nachrichten lesen — auch gelöschte.
In der EU liegt das offizielle Mindestalter bei 16 Jahren. Trotzdem nutzen es Millionen Jüngere — oft ohne dass Eltern wissen, welchen Bedingungen dabei zugestimmt wird.
Signal wurde von denselben Entwicklern mitgegründet, die auch die Verschlüsselung von WhatsApp gebaut haben. Der Unterschied: Signal verdient kein Geld mit deinen Daten.
Der Wechsel ist einfacher als du denkst. Du brauchst nur dein Smartphone und deine Handynummer.
Lade Signal aus dem App Store (iPhone) oder Google Play Store (Android). Kostenlos und werbefrei.
Suche nach Signal – Sicherer Messenger. Entwickler: Signal Foundation.
Öffne Signal, gib deine Handynummer ein. Du bekommst per SMS einen Code. Eingeben — fertig.
Du brauchst keine neue Nummer und kein extra Konto. Gleiche Nummer wie WhatsApp.
Wähle Name und Profilbild. Erstelle deine Signal-PIN — die brauchst du beim Gerätewechsel.
Die PIN ist kein App-Passwort, sondern Schlüssel für dein verschlüsseltes Profil. Merken oder aufschreiben.
Signal zeigt automatisch, welche Kontakte schon Signal nutzen. Für den Rest: Link zu dieser Seite teilen.
Stift-Symbol antippen → „Freunde zu Signal einladen". Ein Klick und sie installieren.
Lege deine Klassen- oder Freundesgruppe an. Stift-Symbol → „Neue Gruppe". Mitglieder, Name, Bild — fertig.
Bis 1.000 Mitglieder, Admins, Gruppenlinks, Anrufe mit bis zu 75 Personen.
Nein — und das ist Absicht. Signal speichert Nachrichten ausschließlich verschlüsselt auf deinem Gerät, nicht auf Servern. Du kannst aber einzelne WhatsApp-Chats als Textdatei exportieren und so archivieren.
Signal wird von der gemeinnützigen Signal Foundation betrieben und finanziert sich durch Spenden. Kein Werbegeschäft, kein Konzern. Open Source — jeder kann den Code überprüfen.
Ja. Im Bereich Jetzt wechseln findest du auch die Desktop-Apps für Windows, macOS und Linux. Die Verbindung läuft über einen QR-Code — danach arbeitet die Desktop-App eigenständig.
Dann schreib ihnen kurz und schick den Link zu dieser Seite. WhatsApp und Signal lassen sich parallel nutzen. Erfahrungsgemäß ziehen die meisten nach, wenn die Klassengruppe erst mal in Signal steht.
Nein — es sei denn, sie haben physischen Zugriff auf dein entsperrtes Handy. Nachrichten werden ausschließlich auf den beteiligten Geräten gespeichert. Es gibt keine Möglichkeit, von außen mitzulesen — weder für Eltern noch für Signal selbst.
Kaum noch. Signal hat Gruppen, Videoanrufe, Sprachnachrichten, Sticker, GIFs, verschwindende Nachrichten und Stories. Was fehlt: Channels und ein paar Spielereien. Dafür: echter Datenschutz ohne Kompromisse.
Signal ist in zwei Minuten installiert. Gleiche Nummer, gleiche Kontakte — nur eben sicher. Mach den Anfang in deiner Klasse.
Zwei fertige A4-Blätter zum Ausdrucken, Aushängen oder Beamen — die Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Klasse und ein Infoblatt für Eltern und Lehrkräfte.